Das Leben stagniert manchmal

 

Dieser oder jener Promi ist Spiel-, Sex-, Heirats-, Drogen- oder Alkoholsüchtig. Die Zeitschriften, das Internet und Promi-Sendungen sind voll davon.

 

Arme Zeitgenossen, die der gesamten Fernsehgemeinde, idealerweise weltweit, ihr Leid klagen. Wie sie übervorteilt wurden, ihr gesamte Hab und Gut verloren hatten, von Sozialleistungen zu leben gezwungen sind oder die böse Industrie sie in 300 kg Lebendgewicht gedrängt hat. Viele Medienkanäle füllen damit beträchtlich viele der täglich 24h Stunden Sendezeit (Lebenszeit). Immer und immer wieder.

 

Selbst als unbeteiligter Zuschauer drängt sich der Eindruck auf, dass das Leben hier manchmal gewaltig stagniert. Es wirkt zäh, wie Kaugummi, lästig, träge, irreal und schwerfällig. Und wenn wir uns dann selbst reflektieren, fragt man sich… wo ist sie hin, diese Leichtigkeit des Seins, die du vielleicht als Kind verspürt und ausgekostet hast? Wohin ist der Fluss des Lebens und vor allem… warum ist er verschwunden?

 

Das sind wirklich sehr berechtigte Fragen. Denn wenn wir uns einen Moment Zeit nehmen und das Leben betrachten bemerken wir schnell, dass die allermeisten Lebewesen (Natur) um uns herum mit dem Leben fließen. Vieles ist schön, aber nicht zwingend alles. Trotzdem geschieht es. Es wird geboren, es wird gestorben, es wird geliebt, es wird gelebt. Genauso, wie es in diesem Augenblick gerade passt.

 

Der Knackpunkt

 

„IN DIESEM AUGENBLICK“, das ist genau das Schlüsselwort. Der Knackpunkt. Denn in diesem Augenblick, ja genau, der Moment, in dem du genau hier, genau jetzt lebst. Wie geht es dir denn in diesem Augenblick? Wie fühlst du dich? Ist deine Existenz bedroht? Sind deine Bedürfnisse denn wirklich die, von denen du annimmst, dass sie es sind? Macht es in genau diesem Moment irgendetwas aus, was irgendjemand in der Vergangenheit getan hat? Für dich? Gegen dich? Mit dir? Beeinflusst es deine Existenz in genau diesem Moment, was vielleicht in der Zukunft passieren könnte?

 

Den Augenblick leben

 

Was hält dich denn genau jetzt und hier davon ab, genau diesen Moment zu genießen und zu leben? Bewusst, freudig, intensiv? Eigentlich doch nur die Tatsache, dass dich ganz viele Dinge wie Gedanken, Ereignisse, Überzeugungen davon abhalten, genau diesen Moment zu leben und zu genießen oder?

 

Spirituelle Menschen zeigen uns, dass es möglich ist, den Fluss des Lebens am Laufen zu halten, und zwar dadurch, dass wir lernen, unser Leben im Augenblick zu leben. Und es gibt Zitate oder Aussagen, die ich persönlich sehr schätze z. B:

„Es ist wirklich möglich, dein ganzes Leben lang im Jetzt zu sein. Du spürst es als ein tiefes Gefühl von Frieden, irgendwo im Hintergrund, eine Stille, die dich nie verlässt, ganz gleich, was da draußen passiert.“

 

Oder:

 

„Nichts von dem, was in der Vergangenheit passiert ist, kann dir verbieten, in der Gegenwart zu sein, und wenn die Vergangenheit nicht verhindern kann, dass du in der Gegenwart bist, welche Macht hat sie dann?“

 

Es gibt also in Wahrheit keine Grenzen. Nicht für den (hoffentlich positiven) Gedanken, nicht für die Gefühle. Es ist die eigene Angst (negativer Gedanke) die Grenzen setzt.“

 

Deshalb wäre es an der Zeit und einen Versuch wert, zu lernen nicht mehr der Vergangenheit anzuhaften, keine Angst vor der noch nicht vorhandenen Zukunft, sondern dem Fluss des Lebens… dem Jetzt, diesem Augenblick in dem du wirklich lebst Tür und Tor öffnen. In dem alles sein darf einmal ganz ohne Bewertung. Indem du dein Leben im Jetzt zu leben bereit bist.

 

 

Erkenne das, denn es ist das Einzige was du wirklich hast.